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Beratung am Punkt: Coronakrise und Arbeitsmarkt

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Beratung am Punkt – Unsere BeraterInnen im Interview
Yasmine Moyses beantwortet die Fragen von Anita Auckenthaler

Heute darf ich dich zum ersten Mal zum Interview bitten, und möchte mit dir über die Situation am Arbeitsmarkt in Zeiten der Corona-Pandemie sprechen. Wie sieht denn der burgenländische Arbeitsmarkt im Moment aus?

Die Corona-Krise setzt auch den burgenländischen Arbeitsmarkt massiv unter Druck. Es ist, trotz der Möglichkeit des Kurzzeitarbeitsmodells, mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen. Davor kann man sich als ArbeitnehmerIn unglücklicherweise nicht schützen.

Muss man also diese Gegebenheiten einfach so machtlos hinnehmen?

Ja und Nein. Die Rahmenbedingungen – also die COVID19-Pandemie und die dadurch schwächelnde Wirtschaft – muss man wohl derzeit so hinnehmen. Allerdings gehe ich davon aus, dass diese Krise früher oder später vorbei gehen wird. Man sollte also die Zeit während der Krise auch als Chance begreifen und sie dementsprechend nutzen.

Wie meinst du das genau?

Personen, die aufgrund der schlechten Wirtschaftslage derzeit arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, könnten ihr Mehr an Freizeit auch dafür nutzen, sich für den Arbeitsmarkt der Zukunft fit zu machen.

Wie kann ich mir das vorstellen?

Beispielsweise werden die technischen Anforderungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen immer weiter zunehmen. Einerseits in der Anwendung von neuen Software-Programmen, andererseits auch in der Entwicklung dieser Programme selbst. Die Digitalisierung nimmt zu und man könnte anstreben, sich in diesem Bereich weiterzubilden.

Was bedeutet das konkret auf das Burgenland umgelegt?

Die burgenländische Wirtschaft bezieht einen Großteil ihrer Einnahmen aus drei Bereichen, nämlich dem Handel, dem Immobilienwesen und dem Tourismus- und Gastronomiebereich.

Schauen wir uns diese drei Bereiche mal genauer an. Schon jetzt zeigt sich, dass sich die Handelsbranche zunehmend auf Online-Käufe einstellen muss. Das bedeutet in weiterer Folge, dass es Leute braucht, die Online-Shops aufsetzen und verwalten können oder Logistiker und Logistikerinnen, die die immer intelligenteren Lagersysteme steuern können. Das heißt, dass es hier sicher jetzt schon digitalen Weiterbildungsbedarf gibt.

Auch der der Kauf und Verkauf von Immobilien wird in Zukunft vermehrt online erfolgen. Einige Maklerbüros bieten schon jetzt digitale Rundgänge der Immobilien an und zukünftig wird womöglich von der Kreditbeantragung bis hin zur Unterzeichnung des Kaufvertrages alles online möglich sein.

Darüber hinaus wird man sich auch im Gastro- oder Tourismusbereich neue Modelle einfallen lassen müssen, wobei hier insgesamt wahrscheinlich schon davon ausgegangen werden kann, dass diese Branche, unter sich normalisierenden Bedingungen, relativ schnell wieder Fahrt aufnehmen wird.

Du empfiehlst also allen Interessierten, sich digital weiterzubilden?

Die letzten Wochen haben insgesamt bewiesen, dass sehr viele Arbeitstätigkeiten im Homeoffice möglich und Meetings genauso gut online durchführbar sind. Es ist davon auszugehen, dass diese Arbeitsweisen sich in Zukunft – eventuell in einem dualen System von beispielsweise zwei Tagen Büro und drei Tagen Homeoffice – verstärkt genutzt werden. Auch hier lohnt es sich definitiv, sich im Bereich der digitalen Kompetenzen weiter zu qualifizieren.

Grundsätzlich ist es also sicher nicht verkehrt, sich im digitalen Bereich weiterzubilden. Aber es gibt natürlich Berufe, wo das besonders sinnvoll ist und andere Bereiche, wo eine andere Art der Weiterbildung vielleicht die bessere Wahl ist. Und hier kommen wir, als Bildungsberatung Burgenland ins Spiel.

Jede Person hat andere Vorerfahrungen und unterschiedliche berufliche Zukunftsvorstellungen. Da die Situationen sehr individuell sind, gibt es keine Universallösungen. Deshalb kann ich allen, die sich mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen möchten, dazu raten, sich einmal die Zeit zu einem persönlichen Gespräch mit Bildungs- und Berufsberatern und -beraterinnen zu nehmen, um gemeinsam die individuell beste Planung der beruflichen Zukunft vorzunehmen.

Du rätst also allen Burgenländern und Burgenländerinnen zu einer Bildungs- und Berufsberatung?

(Yasmine lacht) Ja, eigentlich schon. Wir befinden uns gerade in sehr herausfordernden Zeiten und ich denke, dass es sich für alle lohnt, sich über die berufliche Zukunft Gedanken zu machen. Es ist ja bestens belegt, dass gut ausgebildete Personen viel weniger von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Allein schon die diesjährige Rekordarbeitslosigkeit in Österreich spricht dafür, die eigene Attraktivität am Arbeitsmarkt professionell angeleitet zu reflektieren und eventuell Schritte zu setzen, um diese gegebenenfalls zu erhöhen. Wir freuen uns jedenfalls über jeden und jede, die das mit uns gemeinsam, in einem unverbindlichen und kostenlosen Beratungsgespräch, tun möchte.

Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, Yasmine!